Diagnose einer Schizophrenie
Bei der Diagnose einer Schizophrenie stehen die Symptome im Mittelpunkt. Wichtig ist dadurch sorgfältige Diagnose, da sämtliche Symptome einer Schizophrenie, also Positiv- wie Negativsymptomatik, auch durch Epilepsie oder andere Erkrankungen des Gehirns, Stoffwechselstörungen und durch den Konsum oder den Entzug von Drogen hervorgerufen werden können.
Diagnostische Leitlinien: Das ICD-10 führt 9 Symptomgruppen ((a)-(i)) an. Von den festgestellten Symptomen muss über einen Zeitraum von mindestens einem Monat (beinahe ständig) mindestens ein Symptom aus den Gruppen (a) bis (d) (z. B. Gedankeneingebungen, Wahn oder Stimmenhören) oder wenigstens zwei Symptome aus den Gruppen (e) bis (h) zutreffen; also bei weniger eindeutigen Anzeichen (z. B. Halluzinationen, Apathie). Die Gruppe (i) dient zur Diagnose der „Schizophrenia simplex“ (ICD-10 F20.6)
Durch eine körperliche und neurologische Untersuchung, psychologische Tests, Aufnahmen des Gehirns (Kernspin- oder Computertomografie) und Bluluntersuchungen sichert man die Diagnose ab. Zusätzlich lassen sich dadurch andere Krankheiten als Ursache sowie Begleiterkrankungen ausschließen.