Therapie in der Schizophrenie
Eine endgültige Heilung der Schizophrenie gibt es leider nicht, inzwischen wurden aber sehr gute Behandlungsmöglichkeiten entwickelt, die den Betroffenen das Leben deutlich zu erleichtern. Da bei den einzelnen Schizophreniepatienten unterschiedliche Symptome vorherrschen, wird die Behandlungsstrategie individuell angepasst.
Soziotherapie, Arbeitstherapie und Ergotherapie
sind hilfreich, eine Tagesstruktur zu etablieren, nachdem sich gezeigt hat, dass diese psychisch stabilisierend wirkt. Eventuell können diese Maßnahmen auch auf den Erhalt oder die Wiedererlangung eines Arbeitsplatzes abzielen, der seinerseits auch psychisch stabilisierend ist und der erheblichen Gefahr eines sozialen Abstieges entgegenwirken kann.
Psychotherapie
Oft wird ein strukturiertes Vorgehen gewählt. Auch mit verhaltenstherapeutischen Elementen. Gruppentherapie kann dazu beitragen, dass die Patienten wieder mehr Eigenverantwortung übernehmen und die Erlebnisse während einer akuten Phase besser verarbeiten können. Nicht nur für den an einer Schizophrenie Erkrankten selbst, sondern auch für seine Angehörigen hat sich eine Familientherapie bewährt, denn es zeigte sich, dass negative Einstellungen in der Umgebung eine zusätzliche Rückfallgefahr bedeuten.
Soteria
bedeutet eine alternative milieutherapeutische stationäre Behandlung von Menschen in psychotischen Krisen. Dies wird u. a. durch eine enge, stützende therapeutische Begleitung in einer überschaubaren wohnlichen und an Reizen armen Umgebung erreicht.